Architektur in Bernau
Baudenkmal Bundesschule
Im Norden von Bernau befindet sich die im Mai 1930 fertig gestellte Bundeschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB). Sie ist ein Zeugnis der berühmten Bauhaus-Architektur von Hannes Meyer und Hans Wittwer und gehört zu den bedeutendsten Bauensembles der Moderne in Deutschland.
Im Frühjahr 2003 begann die Handwerkskammer Berlin (HWK) das Gebäude sorgfältig zu sanieren, unterstützt wurde sie dabei vom Verein „baudenkmal bundeschule bernau e. V.“. Im Jahr 2008 erhielt der Verein sogar den vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz vergebenen Deutschen Preis für Denkmalschutz.
Heute wird in der Bundesschule durch den Internationalen Bund ein Seminar- und Lehrgangshotel betrieben.
Führungen und ein Besuch der Ausstellungen sind nach Vereinbarung möglich. Weitere Informationen unter www.baudenkmal-bundesschule-bernau.de.
Befestigungsanlage
Im 14. Jahrhundert haben die Bürger Bernaus die Stadtmauer zu ihrem Schutz errichtet. Die Mauer, die aus 20.000 Jahre alten Feldsteinen besteht, war einst ca. 1,5 km lang (derzeit etwa 1,3 km), hatte 42 Lughäuser (Wehrtürme) zur Verteidigung und war 8 Meter hoch. In die Mauer waren drei Stadttore - das Steintor, das Mühlentor und das Berliner Tor - sowie zwei Rundtürme - der Pulverturm und der Hungerturm - eingelassen. Bis auf das Mühlentor und das Berliner Tor ist die Befestigungsanlage noch vollständig erhalten.
Gaskessel „Das Blaue Wunder“
Das sogenannte „Blaue Wunder“ wurde zwischen 1928 und 1929 als Scheibengasbehälter konstruiert und gilt als eines der besterhaltensten Exemplare Ostdeutschlands. Der 20 Meter hohe, genietete Stahlkessel hat einen Durchmesser von 12 Metern und lagert auf einem Ringfundament aus Beton. Der Gasometer befand sich bis 1966 in Funktion. 1992 wurde der Kessel restauriert und erhielt seinen blauen Anstrich. Weitere Informationen unter www.stadtwerke-bernau.de.
Kantorhaus
Das Kantorhaus, als das älteste noch erhaltene Wohnhaus, wurde in den Jahren 1582/83 erbaut. Ursprünglich bestand es aus zwei Höfen, zwei Gärten, die bis zur Stadtmauer reichten, einem Wohnhaus und drei Stallgebäuden. Es wurde dem Kantor und Organisten zur Verfügung gestellt.
Pfarrkirche Herz-Jesu
Die katholische Herz-Jesu-Kirche, eine einschiffige Hallenkirche, wurde 1908 im Stil norddeutscher Backsteingotik erbaut. Sie war die Verwirklichung des Traums des jungen Priesters Ulitzka, dessen erster Gedanke nach dem Einzug in Bernau war, hier eine Kirche zu bauen. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde die Kirche am 13. September 1908 geweiht. Seit 1977 steht sie unter Denkmalschutz. Sie besitzt einen 66 Meter hohen Kirchturm. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.kirche-niederbarnim.de.
Schlossanlage Börnicke
Die Geschichte begann im 9. Jahrhundert mit einem Rittersitz. Zahlreiche, mitunter bekannte Familien haben im Laufe der Jahre ihre Spuren hinterlassen – u. a. von Arnim, von Wrangel und Mendelsson-Bartholdy. Letztgenannter beauftragte den bekannten Berliner Architekten Bruno Paul mit dem Umbau des Schlosses, das in dieser Form bis heute erhalten ist.
Nach 1945 gab es verschiedene Nutzungen, u. a. eine Körperbehindertenschule. Seit 2003 kümmern sich verschiedene Partner um die Wiederbelebung der Schlossanlage. Lesen Sie weiter unter www.schloss-boernicke.de.
St. Marien Kirche
Das eindrucksvollste und bedeutendste Gebäude der Stadt, die spätgotische St. Marien Kirche, ist weithin sichtbar. Sie wurde im Jahre 1519 vollendet und geweiht. Das gewaltige Hallenschiff bietet nicht nur eine hervorragende Akustik, sondern auch eine reiche Ausstattung mit besonderen Kunstwerken, zum Beispiel den seltenen, dreiflügligen Altar mit Bildtafeln aus der Schule von Lukas Cranach des Älteren, das schöne alte Gestühl oder die reiche Wandbemalung. In der St. Marien Kirche findet unter anderem das Festival Alter Musik statt. Mehr Informationen, auch zu den Gottesdiensten, erhalten Sie unter www.bernaustmarien.de.


"Das blaue Wunder" - Gaswerk Bernau.