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Artist in Residence (August bis September 2012)

Der Stadtbildhauer ist selbst eine soziale Skulptur!

Jörg Steinert wurde 1960 auf der Kulturerbe Insel Rügen geboren und sicherlich durch die charakteristischen Kreidefelsen vorgeprägt.

Jörg Steinert versucht seine Skulpturen so zum Klingen zu bringen, dass diese eine Resonanz im Betrachter finden. In seinen formalen Steinarbeiten geht es um den Versuch der Darstellung transzendenter Kräfte. In den figürlichen Arbeiten bearbeitet er mythologische Themen mit aktuellen humanistischen Bezug.

Text: Prof. Herwig Pöschl, Kunstkurator der Stadt Bernau bei Berlin

"Tag und Nacht" von Jörg Steinert

tl_files/img/Dateien BeSt/Bildhauersymposium/Sculptor in Residence - Stadtbildhauer 2012/_DSC2318-28_web.jpgtl_files/img/Dateien BeSt/Bildhauersymposium/Sculptor in Residence - Stadtbildhauer 2012/Steinert_web.jpg

Der Stadtbildhauer nach vollbrachter Arbeit

Es wird Nacht in Bernau. Der Stadtbildhauer Jörg Steinert hat seine zweite Skulptur fertig- und im Goethepark aufgestellt. Das Werk mit dem Titel „Nacht“ ergänzt den bereits im Park stehenden Teil „Tag“ und tritt mit diesem in einen Dialog. Der Künstler fertigte beide Skulpturen aus einem einzigen geteilten Granitstein. Die sichtbaren Bohrungen an den Rückseiten sind Zeugen dieser engen Beziehung. Tag und Nacht – unterschiedliche Zustände und Gegensätze, welche doch eng miteinander verknüpft sind.

Die Skulpturen werden für einige Zeit in der Stadt bleiben und den Goethepark zieren. Das Projekt reiht sich in die Bemühungen der Stadt ein, Kunst zu fördern und für die Bewohner zugänglich zu machen. Auch in Zukunft sollen ähnliche Vorhaben initiiert werden, um das Image Bernaus als Kulturstandort zu prägen. Fotos: Micha Winkler

tl_files/img/Dateien BeSt/Bildhauersymposium/Sculptor in Residence - Stadtbildhauer 2012/5. Ausstellung Joerg Steinerts in der Galerie Bernau.jpgJörg Steinert in „Gallery“

Das Foto von Micha Winkler zeigt Gemälde und eine Skulptur Steinerts im Rahmen der Ausstellung „Artist in Residence“ in der Galerie Bernau. Wer mehr über Jörg Steinert und seine Arbeiten erfahren wollte, konnte die begleitende, zum "Artist in Residence-Programm" gehörige, Ausstellung in der Galerie Bernau besuchen oder direkt zum Stadtpark gehen und dem Bildhauer bei der Arbeit über die Schulter gucken.

 

Die Temporäre Kunsthalle in Bernau bei Berlin (Oktober bis Dezember 2012)

Temporäre Kunsthalle Bernau eröffnete mit Jörg Steinerts Ausstellung „Troja“

tl_files/img/Dateien BeSt/KunstundKultur/Temporaere Kunsthalle/1. Plakat zur temporaeren Kunsthalle.pngAm 10. Oktober 2012 war Bernau um eine Kultureinrichtung reicher. An diesem Tag eröffnete die temporäre Kunsthalle Bernau in der Berliner Straße 52 (ehemaliges Restaurant Manet). Als erster Künstler füllte der Bildhauer Jörg Steinert den Ort mit seiner Ausstellung „Troja“ mit Leben.

Steinert arbeitete bereits im August 2012 im Rahmen der Veranstaltung „Stadtbildhauer Bernau – Artist in Residence“ in den Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants Manet. Das Ergebnis seiner Arbeit – das Skulpturenpaar „Tag und Nacht“ – ist seit dem 4. September 2012 im Bernauer Goethepark zu sehen.

Von Oktober bis Dezember 2012 kehrte Steinert nun zurück, um an einer Serie von sechs Bitumenbildern zu arbeiten. In den zwei mal drei Meter großen Gemälden versuchte der Künstler, sich über Homers mythischen Epos „Ilias“ dem Trojanischen Krieg zu nähern. Vor der Kunsthalle war die Steinskulptur „EOS“ – die griechische Göttin der Morgenröte – zu sehen. Das Projekt der Temporären Kunsthalle endete im Dezember 2012.