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Veranstaltungen in Bernau

(13.3.-19.4. geschlossen) „Schule im Walde“ 1928 bis heute

Kategorie: Ausstellung

Aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung des Corona-Virus werden in der Stadt Präventionsmaßnahmen getroffen. Diese sollen das Ausbreitungstempo des Virus verlangsamen und die Gefahren für jeden einzelnen minimieren. Daher ist die Ausstellung vom 13. März bis einschließlich 19. April geschlossen und es finden keine Führungen durch das UNESCO-Welterbe Bauhaus Denkmal Bundesschule statt.

Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) beauftragte im Frühjahr 1928 den Architekten und Bauhausdirektor Hannes Meyer mit dem Bau eines Schulungsortes der Gewerkschaften. Der Gebäudekomplex gilt bis heute wegen seiner harmonischen Einpassung in den Landschaftsraum, seiner großzügigen Lichtarchitektur und der idealen Verbindung sozialpädagogischer Reformideen, als Musterbeispiel moderner Baukultur. Nicht zuletzt sind es diese Kriterien, die der ehemaligen Bundesschule des ADGB zum UNESCO-Welterbetitel verhalfen.

Die Ausstellung „Schule im Walde“ — 1928 bis heute im Vereinshaus des baudenkmal bundesschule bernau e. V. widmet sich der bewegten Bau- und Nutzungsgeschichte der einstigen Bundesschule und dem Leben auf dem Campus: Vom Bau der Schule durch das legendäre Bauhaus in Dessau für den ADGB, über die Besetzung der Schule durch die SA und die hiermit verbundene Nutzung als Reichsführerschule bis 1945, bis zur jahrzehntelangen Nutzung als prestigeträchtige Gewerkschaftshochschule der DDR und dem folgenden Leerstand bis hin zur erfolgreichen Sanierung und derzeitiger Nutzung als Internat der Handwerkskammer Berlin.

Grundlage der Ausstellung bilden Ausstellungselemente, die in den 1990er-Jahren vom baudenkmal bundesschule bernau e. V. erstellt und als Wanderschau genutzt wurden. In Teilen werden diese Elemente mit der 2019 in der Galerie Bernau realisierten Ausstellung „Volksbedarf statt Luxusbedarf — Bernau und sein Bauhaus“ kombiniert und auf die Räume des Vereinshauses zugeschnitten. Durch Erzählungen ehemaliger Anwohner*innen und Expert*innen, Artefakte, Zeitdokumente und einer Bibliothek wird ein Zeitraum von über 90 Jahren, von der Grundsteinlegung 1928 bis heute, veranschaulicht und erfahrbar gemacht.

Die Ausstellung „Schule im Walde“ — 1928 bis heute im Lehrerhaus Hannes-Meyer-Campus 9 ist bis zur Fertigstellung des Besucherzentrums nun für Besucher des UNESCO-Welterbes Anlaufstelle. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des baudenkmal bundesschule bernau e. V., der BeSt und der Stadt Bernau bei Berlin.

 

  • Laufzeit: Bis zur Fertigstellung des Besucherzentrums
  • Ort: baudenkmal bundesschule bernau e. V., Hannes-Meyer-Campus 9, 16321 Bernau bei Berlin
  • Öffnungszeiten: Donnerstag 10-16 Uhr, Sonntag 10-16 Uhr
  • Eintritt: frei

 

Natalie Obert (*1981 in Villingen-Schwenningen) absolvierte eine Ausbildung zur Steinmetzin und studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 2012 war sie dort Meisterschülerin bei Prof. John Bock. Seitdem folgten Ausstellungsprojekte und Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland. Für zwei Jahre war sie Teil des Künstlerbuchverlags Mark Pezinger. Ihr Interesse gilt dem dinglichem, sozialen und geistigen (Alltags-)Raum. Die Ergebnisse ihrer künstlerischen Untersuchungen sind in Installationen und Publikationen zusammengeführt. 2019 schloss sie ihr Studium (Master of Arts) am Institut für Kunst im Kontext der UdK Berlin mit Auszeichnung ab. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Wahrnehmung der DDR, Nachwende und des Heute anhand von Erzählungen der Bewohner*innen eines Leipziger Mehrfamilienhauses. Sie ist Teil einer Arbeitsgruppe des Instituts, die derzeit an einem Handbuch zu Kunst im Stadtraum arbeitet (voraussichtliche Veröffentlichung: 2020).

Julia Herfurth (*1986 in Berlin) hat Freie Kunst an der Bauhaus Universität Weimar studiert. Sie arbeitet mit traditionellen Drucktechniken, Fotografie und raumgreifenden, ortsspezifischen Installationen. 2016 war sie als kuratorische Begleitung des Kontext Labor Bernau tätig. 2018 schloss sie den postgraduierten Masterstudiengang Art in Context an der UdK Berlin mit Auszeichnung ab. In dieser untersuchte sie verschiedene Aspekte der partizipatorischen Praxis von Kunst im öffentlichen Raum anhand von Kontext Labor Bernau 2014–2016. Als Teil einer Arbeitsgruppe der UdK arbeitet sie zurzeit an einem Handbuch zu Kunst im Stadtraum (voraussichtliche Veröffentlichung: 2020). Seit 2006 ist sie an nationalen und internationalen Ausstellungen und Kunst-Festivals beteiligt und arbeitet zudem als Kuratorin und Projektkoordinatorin.

baudenkmal bundesschule bernau e. V.

Der Verein baudenkmal bundesschule bernau e. V. gründete sich nach der Wiedervereinigung und der Schließung der Gewerkschaftshochschule im Jahr 1990. Seitdem engagiert er sich für den Erhalt, die öffentliche Präsentation und die wissenschaftliche Erforschung des heutigen UNESCO-Welterbes und seiner Erweiterungsbauten. Der Verein hat seinen Sitz im Lehrerwohnhaus Nr. 9.

BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH | Stadt Bernau bei Berlin

Die BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH (BeSt) ist eine Eigengesellschaft der Stadt Bernau bei Berlin. 2009 gegründet, fühlt sie sich für die Profilierung und Vermarktung von Image und Identität der Stadt Bernau bei Berlin als lebendiger und kulturell geprägter Identifikationsraum verantwortlich. Die Stadt Bernau bei Berlin plant derzeit ein Besucherzentrum, das voraussichtlich im Jahr 2021 eröffnet wird. Träger dieses Besucherzentrums wird die BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH.

Anschrift

temporäres Besucherzentrum im Lehrerhaus des Vereins bbb e. V.
Hannes- Meyer-Campus 9
16321 Bernau (Waldfrieden)

Kontakt

 Anja Guttenberger, Projektleiterin
 (03338) 37 65 95
 www.bauhaus-denkmal-bernau.de
(13.3.-19.4. geschlossen) „Schule im Walde“ 1928 bis heute
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