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Bernau barrierefrei

Mit dem Beitritt der Stadt Bernau zur „Erklärung von Barcelona“ im Sommer 2002 und dem Beschluss des Konzeptes „Barrierefreies Bernau“ wurde der Grundstein für eine barrierefreie Stadt gelegt.

Seitdem sind zahlreiche Akteure aus Politik, Wirtschaft und Ehrenamt an vielen Stellen engagiert tätig, um bestehende Barrieren abzubauen und auf die Gleichstellung aller Menschen hinzuwirken.

Aktuelles

COVID-19 Testzentren in Bernau
 

COVID-19 Testzentren in Bernau

Die Stadt Bernau bietet ihren Bürger*innen mittlerweile drei Testzentren an, an denen Sie sich kostenlos testen lassen können. Durch die Verteilung der Standorte, erhofft sich die Stadt, möglichst für viele Bürger*innen gut erreichbar zu sein.

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Imagekampagne
 

Imagekampagne "Hallo Bernau! Hallo Leben!"

Unter dem Titel „Hallo Bernau! Hallo Leben!“ setzen Stadtverwaltung und BeSt eine Imagekampagne auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung um. Viele lokale Gewerbetreibende und Vereine, die besonders von der COVID-19-Pandemie betroffen waren, haben sich der Kampagne angeschlossen und wollen verdeutlichen: „Wir sind noch da und freuen uns auf die Bernauerinnen und Bernauer.“

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Puppentheater on Tour
 

Puppentheater on Tour

Jetzt wird´s bunt — Die BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH präsentiert sieben Mal Puppen-, Erzähl- und Kindertheater in Bernau. Damit wird ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt, der die BeSt finanziell ertüchtigt, dieses kulturelle Kleinod neu aufzulegen. Die Veranstaltungsorte sind divers. Es geht vom Dorfgemeinschaftshaus Birkholz, über die Galerie Bernau, ins Feuerwehrhaustheater in Börnicke, auf das Gelände der IFN Schönow GmbH, in den Bernauer Stadtpark und ins neue UNESCO Besucherzentrum. Damit verbindet sich eine Kulturreihe für Familien mit einer Stadterkundung.

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Digitaler Wegweiser »Bernau für ALLE«
 

Digitaler Wegweiser »Bernau für ALLE«

Bernau bietet Familien eine Vielzahl von Angeboten. Doch manchmal ist es gar nicht so einfach, das passende zu finden. Die Broschüre »Bernau für ALLE« soll dabei helfen, den Überblick über die Angebote aus Bernau und der Umgebung zu behalten. Ab sofort sind die Einträge auch hier im digitalen Wegweiser zu finden.

 

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Bundesgesundheitsministerium hebt Impfpriorisierung ab 7. Juni auf
 

Bundesgesundheitsministerium hebt Impfpriorisierung ab 7. Juni auf

Die neue Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) tritt am Montag, 7. Juni 2021 in Kraft. Ab diesem Tag ist die Impfpriorisierung in Deutschland aufgehoben, so auch im Land Brandenburg.

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Unsere Themen — rund um "Bernau barrierefrei"

Bernau barrierefrei — der Weg ist das Ziel!

Im Sommer 2002 verabschiedete die 3. Bernauer Stadtverordnetenversammlung den Beschluss zum Beitritt zur „Erklärung von Barcelona“ und zum Konzept „Barrierefreies Bernau“. Damit wurde in Bernau der Grundstein für eine barrierefreie Stadt gelegt. Seitdem sind zahlreiche Akteure an vielen Stellen engagiert tätig, um bestehende Barrieren abzubauen und auf die Gleichstellung aller Menschen hinzuwirken.

„Inklusion“ Grundlage dieses Handelns ist nicht zuletzt die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aus dem Jahr 2006, in der erstmals der Leitgedanke der Inklusion aufgegriffen wird. Inklusion verfolgt das Ziel, Umwelt und Umfeld so zu gestalten, dass jeder Mensch, seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend, gleiche Chancen erhält. Alle Menschen sollen demnach die Möglichkeit zur uneingeschränkten Teilhabe in allen Bereichen dieser Gesellschaft erhalten. Damit wendet sich das Konzept der Inklusion gegen jegliche Diskriminierung oder Marginalisierung von Menschen aufgrund von beispielsweise Geschlecht, Soziallage, Alter, kulturellen Hintergründen, Hautfarbe, sexueller Orientierung und körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderungen. Inklusion setzt einen Perspektivwechsel im Denken voraus. Es ist eine Aufgabe mit Folgen für die gesamte Bevölkerung.

Die Realisierung des Konzepts kann nur in einem fortlaufenden Prozess erfolgen.

Zusammenarbeit zwischen dem Behindertenbeirat Bernau und der Stadt

Die Zusammenarbeit zwischen dem Behindertenbeirat Bernau und der Stadt Bernau bei Berlin hat sich gut etabliert. Die gemeinsamen Beratungen finden einmal pro Quartal statt und werden dazu genutzt, jüngste Entwicklungen auf dem Weg zur barrierefreien Stadt zu erörtern, noch zu bewältigende Schritte zu beraten, aktuelle Probleme anzusprechen und zeitnahe Lösungen zu finden. In Bernau spricht der Beirat inzwischen für rund 8.300 Personen — also rund 1/5 der Bevölkerung —, darunter sind etwa 6.300 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung.

In den Zusammenkünften mit dem Behindertenbeirat und der Behindertenbeauftragten des Landkreises Barnim werden aktuelle städtische Baumaßnahmen besprochen und offene Punkte geklärt. Die Anregungen und Vorschläge der Vertreterinnen und Vertreter des Beirats tragen maßgeblich dazu bei, dass in Bernau Barrieren verschwinden. Und zwar nicht nur die baulichen, sondern auch die in den Köpfen der Menschen.

Inklusive Maßnahmen

Im März 2009 hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich damit verpflichtet, ein inklusives Bildungsangebot zu organisieren. Bildung ist in Deutschland bekanntlich Ländersache. Folglich ist es Aufgabe der Landespolitik, die Voraussetzungen zu schaffen, damit Inklusion auch an dieser Stelle gelingt.

Das hat die Landesregierung unter anderem mit dem Behindertenpolitischen Maßnahmenpaket 2.0 getan, das im Dezember 2016 beschlossen worden ist und eine Laufzeit bis 2021 hat. Es enthält 105 konkrete Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt und selbstbestimmt zusammenleben können. Im Hinblick auf Inklusion in der Kindertagesbetreuung heißt es dazu im Behindertenpolitischen Maßnahmenpaket der Landesregierung: „Alle Kinder mit Behinderungen sollen gemeinsam mit anderen Kindern wohnortnah eine Kindertagesstätte besuchen können, insofern wird die Aufnahme und Förderung durch bedarfsgerechte Angebote zur speziellen Förderung in Kindertagesstätten gestärkt.“  In Bernau gibt es zwei Kindertagesstätten, die den Status einer Integrationskita haben.

Zum Thema Inklusion gab es in Brandenburg das Pilotprojekt "Inklusive Grundschule", in welchem konkrete Erfahrungen zum gemeinsamen Lernen gesammelt wurden. Die Ergebnisse der Begleitforschung sind in das Landeskonzept „Gemeinsames lernen in der Schule“ eingeflossen. Ab dem Schuljahr 2017/18 werden 127 brandenburgische Schulen das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ umsetzen, darunter auch eine aus Bernau.

Die Stadt Bernau geht im Hinblick auf die Beschäftigung von schwerbehinderten bzw. schwerbehindert gleichgestellten Mitarbeitern ebenfalls mit gutem Beispiel voran. 2016 waren 30 schwerbehinderte beziehungsweise Schwerbehinderten gleichgestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Verwaltung beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil von 7.25%. Damit wird die gesetzlich geforderte Quote deutlich erfüllt.

Eine weitere Einrichtung zur Koordinierung von Maßnahmen für behinderte und alte Menschen ist die Benennung von Ombudspersonen auf der Grundlage des Brandenburgischen Pflege- und Betreuungswohngesetzes. Seit 2011 werden in der Stadt Bernau bei Berlin von den Einrichtungen der Pflege und des betreuten Wohnens Ombudspersonen vorgeschlagen und von der Stadtverordnetenversammlung benannt. Ombudspersonen sind unabhängige, ehrenamtlich tätige Personen, welche die Kommunikation zwischen den Bewohnern der Einrichtungen und der Kommune fördern und unterstützen.

Im Zusammenhang mit der Kommunikation ist das Ziel, eine barrierearme Situation zu erreichen. Die Kommunikation kann von vielen Faktoren behindert werden. Menschen können schwerhörig oder gehörlos sein. Blinde Menschen brauchen andere Informationen als Menschen mit kognitiven Störungen. Für Menschen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, stellt schon dies eine Barriere dar. Die Verringerung von Kommunikationsbarrieren erstreckt sich zudem nicht nur auf das gesprochene Wort. Betroffen sind auch die schriftliche Kommunikation und das Internet. Dazu gehören auch: eine Hörunterstützung (Soundshuttle und Kopfhörer) und das Live-Streaming der Sitzung der Stadtverordnetenversammlungen.e oben genannten Ausführungen sind nur eine Auswahl an Maßnahmen, die die Stadt Bernau und weitere Akteure durchführen, um ihr erklärtes Ziel, die Teilhabe ALLER am Stadtleben von Bernau zu erreichen.