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Jahresprogramm 2018 der Galerie Bernau

Sieben Ausstellungen im Jahr sowie begleitende Veranstaltungen und ein Kunstvermittlungsangebot im hauseigenen Atelier bieten im Sinne der Kunst Freiräume für regionale und internationale künstlerische Positionen, Initiativen, Kooperationspartner*innen sowie für die Bürger*innen der Stadt Bernau und andere Interessierte. Hier finden Sie einen Überblick über das Jahresprogramm 2018.

Hiroko Inoue — SILVER LINING

Fotografie, Video, Salt Work, Eat Art

13. Januar bis 23. Februar
Eröffnung: Freitag, 12. Januar, 19 Uhr

Die Foto- und Videokünstlerin Hiroko Inoue lebt und arbeitet seit 1999 in Japan und Deutschland. In ihren Fotografien, Installationen und Fotoskulpturen setzt sie sich intensiv mit sozialen Themen auseinander. Die Ausstellung zeigt verschiedene Arbeitszyklen wie beispielsweise die Serie "Mori", analoge Aufnahmen von Wäldern aus Deutschland und Japan, welche die Künstlerin in der Dunkelkammer bearbeitet. Spuren von Pinseln und Bürsten legen sich wie eine zweite Schicht über das Bild, verleihen ihm etwas Uneindeutiges, Geheimnisvolles.

Zora Janković — KONKRET

Skulptur und Fotografie

3. März bis 13. April
Eröffnung: Freitag, 2. März, 19 Uhr

Die konstruktiven, räumlich verschränkten Skulpturen von Zora Janković sind aus Stahlelementen komponiert oder bestehen aus massivem Beton. Diese geometrischen Körper greifen räumliche Strukturen und architektonische Fragmente auf. Konstruktion und Komposition von Material, Masse und Volumen bestimmen das Werk der Künstlerin. Ihre analogen Fotografien zeigen stark abstrahierte Raumkörper und bestechen durch den plastischen Effekt des bewusst eingesetzten Lichts.

Anqulo, Santini, Schmidt, Wu, Yu He — DENK UM! MACH MIT!

Intervention, Performance, Workshop

22. April bis 2. Juni
Eröffnung: Samstag, 21. April, 11-16 Uhr

Die Künstler*innen der Ausstellung — Juan Camilo Alfonso Anqulo, Sarah Santini, Stephan Schmidt, Jiaying Wu, Ling Yu He — arbeiten partizipatorisch und werden die Räume für die Laufzeit der Ausstellung in ein temporäres Atelier verwandeln. Die Besucher*innen werden zu Künstler*innen und aktiv in die Entstehungsprozesse der Werke mit eingebunden. Zu den Öffnungszeiten der Galerie werden die Künstler*innen vor Ort arbeiten und verschiedene Workshops für Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene anbieten. Im Mittelpunkt des Ausstellungsprojektes stehen Kommunikation, Teamarbeit und interkultureller Austausch. Die Künstler*innen kommen aus China, Taiwan, Serbien, Kolumbien und Deutschland.

Armstrong, Chomaz, Tschöke — IRREGULAR MOVEMENTS

Installation, Zeichnung, Sound, Video

9. Juni bis 27. Juli
Eröffnung/Sommerfest: Freitag, 8. Juni, 19 Uhr

In ganz unterschiedlichen Medien begeben sich die drei Künstler*innen der Ausstellung — Katie Armstrong, Vincent Chomaz, Robert Tschöke — auf die Suche nach äußerer und innerer Orientierung in einer bewegten Welt. Ihre Arbeiten sind von metaphysischen und gesellschaftlichen Fragestellungen geprägt und drehen sich um die Grenzen des Fassbaren. Der künstlerische Blick richtet sich dabei gen Himmel, auf die Gesetzmäßigkeiten und Missverständnisse des Zusammenlebens und schließlich nach innen, auf die Psyche des Menschen.

Ulrich Burchert — ZEITENWENDE

Fotografie

4. August bis 21. September
Eröffnung: Freitag, 3. August, 19 Uhr

Die Ausstellung zeigt Auszüge aus allen Schaffensphasen des Fotografen. Ulrich Burchert gehörte zu den renommiertesten Fotojournalisten der DDR, von 1970 bis 1990 dokumentierte er das alltägliche Leben. Auftragsarbeiten aus dieser Zeit, für Medien wie Junge Welt, Für Dich oder Forum, sind genauso zu sehen wie Aufnahmen, welche die wiedervereinigte Bundesrepublik der 1990er Jahre zeigen. In lebendiger essayhafter Form zeichnet Burchert in analogen schwarz-weiß Aufnahmen unverfälscht einen beruflichen wie privaten Alltag mit seinen Feiern und Festen, Bräuchen und Sitten.

Gerda Lepke — FASZINATION: FORM – FARBE – LICHT

Malerei und Arbeiten auf Papier

29. September bis 9. November
Eröffnung: Freitag, 28. September, 19 Uhr

Flüchtige Spritzer, kreisende Schwünge und energisch gesetzte Pinselhiebe. Bewegung, Form, Farbe und Licht bestimmen Gerda Lepkes malerisches Werk. Dabei ist das Erlebnis in der Natur ein wichtiges Sujet der Mitbegründerin der Dresdner Sezession sowie der Sächsischen Akademie der Künste. Himmel- und Wolkenformationen, Feld- und Flusslandschaften, Baumdarstellungen, aber auch Figuren sind Motive einer expressiven Bildwelt, die Zufall und Improvisation mit einbeziehen.

Burger, Draz, Kalden, Krieger — BEYOND BAUHAUS

Konzeptuelle Installationen

17. November bis 11. Januar
Eröffnung: Freitag, 16. November, 19 Uhr

2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses statt. 1919 in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand die Hochschule nur 14 Jahre. Dennoch wirkt das Bauhaus bis in die Gegenwart fort. Die GALERIE BERNAU widmet das Jahr 2019 der einflussreichen Bildungsstätte und möchte im Rahmen von bauhaus100 historische Zeugnisse ebenso neu entdecken wie die Bedeutung des Bauhauses für die Gegenwart und Zukunft. Die Gruppenausstellung von Andreas Burger, Bernhard Draz, Sven Kalden und Markus Krieger ist Auftakt dieses Themenjahres und zeigt vier Positionen deren Arbeitsweisen — ob persönlich intendiert oder nicht — auf Grundgedanken und Formsprache der legendären Hochschule für Gestaltung zurückzuführen sind.