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Bernau für ALLE

Wie kommt die junge Familie mit einem Kinderwagen in den Bus? Wie finden Blinde sich im Einkaufsladen zurecht? Stehen unsere Türen allen Bernauer*innen offen?  Wie kommt die Rollstuhlfahrerin zur Restauranttoilette im Obergeschoss? Was erwarten Besucher*innen beim Besuch unserer Stadt Wie informieren sich Ältere ohne Internet? Wo sind unsere Grenzen als Gesellschaft, als Stadt? Und vor allem: Wie machen wir gemeinsam Bernau offener und zugänglicher? Zu diesen Fragen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen!

 

Was wollen WIR?

Mit dem Förderprojekt "Aktion Mensch Inklusion" entwickeln wir ein aktives und engagiertes Netzwerk für Inklusion und Teilhabe für die Stadt Bernau bei Berlin.
In einem zweiten Schritt soll eine nicht-investive Maßnahme durch ein weiteres Programm der „Aktion Mensch“ gefördert werden. Die Idee hierfür ist eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Hallo Bernau“: Zu regelmäßigen Terminen könnten rund um das neue Rathaus inklusive Konzerte, Theater, Lesungen, sportliche Mitmachaktivitäten oder vielfältige Straßenkulturaktionen durchgeführt werden.

Unser Vorhaben haben wir übersichtlich in üblicher und leichter Sprache zusammengefasst:

Übersicht     Übersicht in leichter Sprache

„Mein Bernau“ — Kunstwerke für Ausstellung gesucht!

Unter dem Titel „Mein Bernau“ sollen vom 28. September bis 12. Oktober im Forum Bernau Kunstwerke, die sich mit Wünschen, Vorstellungen und Ideen für ein „Bernau für ALLE“ oder eben „Mein Bernau“ befassen, ausgestellt werden. Dazu rufen im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Inklusionsprojektes „Bernau für ALLE“ die Hoffnungstaler Stiftung, der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Bernau und die BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH zur Einsendung von Kunstwerken zum Thema bis zum 30. August auf.

Es werden kreative Lösungen und Ideen gesucht wie jede Bernauerin und jeder Bernauer an Veranstaltungen und generell am gesellschaftlichen Leben in Bernau teilhaben kann. Wie wäre es mit einem Sportfest bei dem auch ganz selbstverständlich Rollstuhlfahrer*innen oder Menschen mit einer geistigen Behinderung teilnehmen können? Oder einem Theaterstück mit Schauspielern mit und ohne Handicap?
Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Ob Malerei, Zeichnung, Collage, Video, Musik oder plastische Arbeiten, alles ist willkommen!

Es gibt nur drei Voraussetzungen:

  1. die Arbeit in Bernau und Umgebung geschaffen worden sein und sich mit dem Thema beschäftigen;
  2. die Arbeit muss mit einem normalen Auto transportiert werden können und
  3. die Arbeit muss mit Namen und Anschrift des Künstlers (gern mit einem Etikett auf der Rückseite) beschriftet sein.

Eine Auswahl der eingesendeten Kunstwerke wird im Forum Bernau, Zepernicker Chaussee 1, vom 28. September bis 12. Oktober ausgestellt. Die Kunstwerke können bis zum 30. August an die BeSt gesandt bzw. unter folgender Adresse abgegeben werden:

BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH
Stichwort: Mein Bernau
Breitscheidstraße 45
16321 Bernau bei Berlin

Was ist Inklusion?

Inklusion bedeutet:
Alle Menschen sind verschieden.
Alle Menschen gehören dazu.
Egal wie sie aussehen.

Egal welche Sprache sie sprechen.
Egal ob sie eine Behinderung haben.
Jeder Mensch darf überall mitmachen, wenn er das möchte.
Jeder Mensch entscheidet selbst, was er machen möchte.

Hintergrund

Die Stadt Bernau ist im Jahr 2002 der Erklärung von Barcelona, die anlässlich des Europäischen Kongresses „Die Stadt und die Behinderten“ verabschiedet worden war, beigetreten und strebt eine flächendeckende Entwicklung zu einer barrierefreien und inklusiven Stadt an.

Im Rahmen des von der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal beantragten Förderprojektes Aktion Mensch „Inklusion“ arbeitet das Planungsbüro die raumplaner gemeinsam mit der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, der Stadt Bernau bei Berlin, dem Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Bernau sowie der BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH daran, ein aktives und engagiertes Netzwerk für Inklusion und Teilhabe zu entwickeln. Das Netzwerk soll unter dem Thema „Inklusion — Bernau für ALLE“ aus Verantwortungsträgern regionaler Institutionen, Vereinen, Wirtschaftsunternehmen, der Kommune und interessierten Bürger*innen bestehen.

Aufgabenstellung

Aktueller Stand

Um Handlungsempfehlungen für ein inklusives Bernau geben zu können, wurde durch eine SWOT1-Analyse der IST-Zustand für verschiedene Themenbereiche bewertet und weitere Bedarfe identifiziert. Die SWOT-Analyse bildete die Grundlage für eine dialogorientierte Erarbeitung von Themenschwerpunkten, auf welcher aufbauend Ende November ein öffentlicher Workshop durchgeführt wurde, indem gemeinsam mit Bürger_innen an drei Thementischen Wünsche und Projektideen gesammelt wurden. Aus diesem großen Topf an Wünschen und Ideen wurden mittlerweile drei Schwerpunkte für die Entwicklung von nicht investiven Maßnahmen identifiziert, von denen eine oder mehrere Maßnahmen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Fördermittel im Jahr 2019 umgesetzt werden können.

  • 1. Schwerpunkt: Schulung von Personal und Ausbau von Netzwerken
  • 2. Schwerpunkt: Öffentlichkeitsarbeit — Weitergabe von Informationen für alle Zielgruppen
  • 3. Schwerpunkt: Sensibilisierung von Gewerbe und Einzelhandel durch Zertifikate

  
1 SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken) und dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung durch Analyse des Istzustandes.

Strategieforum „Bernau für ALLE — grenzenlos weiter!?“

Im Strategieforum „Bernau für ALLE — grenzenlos weiter!?“ am 27. November 2018 haben wir vielfältige und interessante Rückmeldungen erhalten, die die Grundlage für unsere weiteren Schritte im Jahr 2019 sein werden, über die wir Sie sehr gern informieren wollen.

An den drei Thementischen „Bildung und Arbeit“, „Soziales, Gesundheit und Marketing“ und „Freizeit, Verkehr und Wohnen“ diskutierten Bernauerinnen und Bernauer über Probleme, Wünsche und Ideen für ein „Bernau für ALLE“.

Impressionen vom Strategieforum